Tansania - Länderinfo

 

Geschichte.

Bereits früh waren die Küsten und ihre Inseln von Arabern und Persern besiedelt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts besetzten die Portugiesen das blühende Handelsreich der Orientalen. Mitte des 17. Jahrhunderts gelang es dem Sultanat von Oman, die Portugiesen zurückzudrängen und den eigenen Herrschaftsbereich auszudehnen. Um das Festland stritten sich Ende des 19. Jahrhunderts Deutschland und Großbritannien, Das Festland fiel an das Deutsche Reich, Sansibar gelangte durch einen Tauschhandel gegen Helgoland zum britischen Empire. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel das damals Tanganjika genannte Festland an Großbritannien, Unter Führung von Nyerere entstand 1954 die erste afrikanische Massenpartei. 1961 erhielt das Festland , 1963 Sanisbar seine völlige Souveränität. Ein Jahr später schlossen sich Tanganjika und Sanisbar zu der Republik Tanzania zusammen. Nyerere verfolgte als Präsident eine sozialistische Richtung, den sogenannten Ujamaa-Sozialismus, der in der "Deklaration von Arusha" 1967 festgelgt wurde. 1982 vollzog sich der Regierungswechsel an Ali Hasan Mwinyi friedlich - ein Ereignis, das in Afrika Seltenheitswert hat. An den ersten demokratischen Wahlen 1995 hat sich die Bevölkerung mit sehr großem Interesse beteiligt. Bei diesen absolut friedlich verlaufenden Wahlen gewann die Regierungspartei CCM mit dem neuen Präsidenten Benjamin Mkapa. Seit 2005 ist Jakaya Mrisho Kikwete Präsident von Tanzania.

Bevölkerung.

Trotz seiner rund 120 Stämme gehen keine ethnischen Risse durch Tanzania. Das Kisuaheli hat sich als gemeinsame Amts- und Verkehrssprache herauskristallisiert. Eine breitgestreute Majortität der Tanzanier spricht eine oder mehrere der über 100 Sprachen, die die Bantussprache hervorbrachte. Die ursprünglichen Bewohner waren eingewanderte Nilotische Völker (sie kamen vom Nil und die Masai gehören dazu); Hamitische Volksgruppen aus Südarabien, Phönizier, Perser, Araber aus Oman Chinesen, Portugiesen, Holländer, Deutsche und Briten hinterließen Spuren, sei es als Investoren oder Händler. Diese Vielheit ist sonst niergendwo auf diesem Kontinent zu finden. Tanzania gilt als tolerantes, multikonfessionelles Land.

Natur und Landschaft.

Tanzania, der größte Staat Ostafrikas, erstreckt sich vom Indischen Ozean über 1.100 Kilometer bis zum ostafrikanischen Seenhochland. Das Hochland nimmt den größten Teil des Landes ein. Trockensavannen ziehen sich in einer durchschnittlichen Höhe von 1.200 Metern über die Hochebene. Im westen wird es vom Zentralafrikanischen Graben mit dem langgestreckten Tanganijikasee begrenzt und im Osten vom weniger deutlich ausgeprägten Ostafrikanischen Graben durchzogen und so in einen westlichen und östlichen Hochlandblock gegliedert. Lichter Trockenwald bedeckt weithin diese eintönige Rumpffläche. Der Süden des östlichen Binnenhochlandes - das Iringaplateau - wird von Nebelwald und Feuchtsavanne bedeckt, die nach Osten in Dornbuschsavanne übergeht. Nach Norden senkt sie sich sanft zum Victoriasee ab. An der Grenze zu Kenia erhebt sich der Kilimanjaro, mit 5.895 Metern der höchste Berg Afrikas. Die Hochebene fällt zum Flachland an der Küste des Indischen Ozeans ab, das im Hinterland von Tanga als nur 50 Kilometer breiter Streifen beginnt und sich nach Süden auf etwa 400 Kilometer Breite ausdehnt. Weite Kokos., Cashew- und Sisalplantagen prägen das Bild der landwirtschaftlich intensiv genutzten Region. Unmittelbar vor der Küste liegt die Insel Sanisbar, die aus leicht gehobenen Korallenkalken aufgebaut ist.

 

Wirtschaft.

Die Wirtschaftsstruktur des Landes ist seit der Unabhängigkeit im Wesentlichen unverändert geblieben. Immer noch bildet die Landwirtschaft die Wirtschaftsgrundlage. In Teilen des Hochlandes werden Kaffee- und Teesträucher angepflanzt, der Anbau von Cashew- und Kokosnüssen sowie Sisal konzentriert sich auf die Küstenregion, während Baumwoll- und Tabakplantagen im Westen vorherrschen. Auf Sansibar und Pembe werden überwiegend Gewürznelken geerntet. Klimatisch bedingte Mißernten, Verfall der Weltmarktpreise sowie der finanziell sehr aufwendige Krieg gegen Uganda brachten das Land Anfang der 1980er Jahre in eine schwere Krise. Neben diesen äußeren Faktoren trat eine verfehlte Wirtschaftspolitik. Ein Hauptproblem Tanzanias, der chronische Devisenmangel, der auch durch die Förderung des Fremdenverkehrs nicht ausgegelichen werden konnte, wurde durch Kredite der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds vorübergehend gemildert. Damit hat sich ein zentrales Ziel - die Erlangung ökonomischer Unabhängigkeit - allerdings nicht erfüllt.

 

 

 

 

JoomSpirit